Was vom Neo-Staatsbürger erwartet wird

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in einer Langzeitstudie verglichen, wie sich die Einstellung der Deutschen ohne Migrationshintergrund zur Einbürgerung von Migranten zwischen 1996 und 2006 verändert hat.

Die Studie zeigt, dass bei unseren deutschen Nachbarn „ethnische“ Kriterien wie die deutsche Abstammung oder die Geburt in Deutschland als Einbürgerungskriterien an Stellenwert verloren haben. Wichtiger geworden sind hingegen Integrationsbemühungen wie die Kenntnis der deutschen Sprache und die Bereitschaft, sich an den Lebensstil anzupassen.

Ich weiß nicht, wie eine solche Umfrage in Österreich ausgehen würde. Wenn wir aber mal davon ausgehen, dass sich die Unterschiede in Grenzen halten, sind die folgenden vier Kriterien für die Akzeptanz von Einbürgerungen entscheidend:

1. Keine Straftaten begangen zu haben

Uwe Scheuch auf dem Titelblatt des "Kurier"

2. Die Sprache zu beherrschen

3. Selbst für den Lebensunterhalt aufzukommen

4. Die Bereitschaft, sich dem Lebensstil anzupassen

Wie man an den obigen Beispielen sehen kann, ist es verdammt schwer, ein Österreicher zu werden. Einer zu sein übrigens manchmal auch.

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3 Kommentare

  1. Am 5. August 2011 um 09:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    …das alles oder einfach Fußball spielen können.
    Der Homo Ostarrîchensis gesteht sich ja wenigstens die Sportunfähigkeit hinsichtlich nicht selbst erfundener Sportarten ein, so sind PR-technisch gut eingesetzte Platzhalter, welche ein Rot-Weiß-Rot zwischen Sportübertragungswerbepausen recht weit vorne in internationalen Vergleichen platzieren per Definition „unsrige“.
    So soll es schon vorgekommen sein, dass gesamte lettische Delegationen zu den Bilderbuch-Österreichern unwissentlich umgestaatsbürgert wurden, als Kämpfer unter rot-weiß-roter Flagge. (die Stammtisch-Ausrede der „unsrigen“-Kolonie im
    Baltikum findet auch immer mehr Anhänger, das Kriterien wie sprachliche Integration seit je her an Bundeslandgrenzen an Gültigkeit & Überprüfbarkeit verlieren)

  2. Anon
    Am 7. August 2011 um 01:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    You, good Sir, are a huge hypocritical faggot.

    nuff‘ said.

  3. Am 8. August 2011 um 08:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @fatmike182 „Gut Fußball spielen zu können“ wurde in der Studie nicht als Kategorie erfasst. Muss wohl daran liegen, dass sie in Deutschland gemacht wurde :-).

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