Filmtipp: Videocracy

Aus aktuellem Anlass möchte ich heute den Dokumentarfilm „Videocracy“ aus dem Jahr 2009 empfehlen (gibt es z. B. als DVD bei Amazon zu kaufen).

Der italienisch-schwedische Filmemacher Erik Gandini zeigt darin, welchen Einfluss Silvio Berlusconi seit über 30 Jahren auf das italienische Fernsehen hat und wie sich das auf die Gesellschaft und das politische Leben in Italien auswirkt. In diesem Film wird u. a. das folgende Interview mit Lele Mora gezeigt, der nicht nur ein bekannter Manager von TV-Stars im Medienimperium von Silvio Berlusconi ist, sondern auch ein bekennender Mussolini-Fan.

Wie derstandard.at heute berichtete, wird derzeit gegen Lele Mora (und eine weitere Person, den Chefredakteur der Tagesschau TG4, Emilio Fede) wegen Begünstigung der Prostitution ermittelt. Nach Angaben der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ werden die beiden Freunde Berlusconis verdächtigt, mit Geldversprechen junge Frauen zu Partys des Ministerpräsidenten gelockt zu haben, darunter eine minderjährige Marokkanerin.

Wer meint, diese Story klingt nach einem schlechten B-Movie, sollte sich „Videocracy“ nicht entgehen lassen, denn der Untertitel des Films – „If TV is the dream, reality becomes a nightmare.“ – ist keine Übertreibung.

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